Die besten Surfspots in Europa: Von entspannt bis extrem

Europa ist ein Paradies für Surfer! Von den konstanten Atlantikwellen Portugals über die weltberühmten Breaks im Baskenland bis zu den Kanarischen Inseln und der schottischen Wildküste – wir stellen dir die besten Surfspots in Europa vor. Mit Tipps zu Wellenbedingungen, bester Reisezeit und passendem Level für jeden Surfer.

Surfer in Aktion an einem europäischen Surfspot – die besten Surfspots in Europa
Kevin Kossbiel
27.02.2026

Lesedauer: ca. 12 Minuten

Europa – Ein Kontinent voller Surfspots

Europa ist für Surfer deutlich interessanter als viele denken. Von der rauen Nordatlantikküste Irlands über die konstantem Dünung Portugals bis zu den Punkt Breaks der Kanarischen Inseln – der europäische Kontinent bietet eine erstaunliche Vielfalt an Surfspots für alle Levels. Du musst nicht nach Hawaii oder Bali fliegen, um unvergessliche Wellen zu reiten. In diesem Guide stellen wir dir die besten Surfspots in Europa vor.

1. Portugal – Das Surf-Eldorado Europas

Portugal ist unbestreitbar die erste Adresse für Surfen in Europa. Mit dem Atlantik als direktem Nachbarn erhält die gesamte Westküste regelmäßige, gut geformte Wellen. Das Klima ist mild, die Locals sind weltoffen und die Surf-Infrastruktur ist exzellent.

Peniche – Die Surf-Hauptstadt Portugals

Peniche, knapp 100 km nördlich von Lissabon, beherbergt den weltberühmten Supertubos-Break – einer der kraftvollsten und barreligsten Strandwellen Europas. Hier findet jährlich ein WSL Championship Tour Event statt. Aber Peniche bietet weit mehr als Supertubos: Zahlreiche andere Breaks für alle Levels, von sanften Anfänger-Wellen bis zu anspruchsvollen Profi-Spots. Die Stadt hat eine lebhafte Surf-Szene mit vielen Schulen und Verleihstationen.

  • Beste Reisezeit: Oktober bis März (beste Wellen, weniger Touristen)
  • Level: Anfänger bis Profi

Nazaré – Heimat der größten Wellen der Welt

Nazaré ist berühmt für seine unglaublichen Big-Wave-Sessions. Der Praia do Norte-Break hat dank eines einzigartigen Unterwasserkanyons, der die Wellen auf extreme Höhen aufbäumt, Weltrekord-Wellen produziert. Surfer wie Garrett McNamara und Maya Gabeira haben hier Geschichte geschrieben. Nazaré ist definitiv nur für absolute Experten und Big-Wave-Surfer.

  • Beste Reisezeit: November bis Februar
  • Level: Nur Experten/Big-Wave-Surfer

Algarve – Sonnige Wellen im Süden

Die Algarve im Süden Portugals ist perfekt für Anfänger und Familien. Spots wie Arrifana, Castelejo und Zavial bieten sanfte, regelmäßige Wellen mit atemberaubender Kulisse aus goldenen Klippen. Das Wetter ist wärmer als im Norden, was die Algarve besonders für Sommer-Surf-Trips attraktiv macht.

  • Beste Reisezeit: Mai bis Oktober
  • Level: Anfänger bis Intermediate

2. Spanien – Von den Kanarischen Inseln bis zum Baskenland

Lanzarote – World-Class-Wellen auf vulkanischem Untergrund

Lanzarote, die östlichste der Kanarischen Inseln, ist ein absoluter Surf-Hotspot. Das ganze Jahr über kommen Dünung und Wind, was die Insel zu einer der konstantesten Surf-Destinations Europas macht. Der berühmteste Spot ist La Santa Left (auch bekannt als "El Quemao") – ein mächtiger, holliger Reef-Break für erfahrene Surfer. Aber es gibt auch Anfänger-freundliche Spots wie Famara mit langen, sanften Wellen.

  • Beste Reisezeit: Oktober bis März für die besten Wellen
  • Level: Anfänger (Famara) bis Profi (El Quemao)

Fuerteventura – Windsurfer-Paradies mit tollen Wellen

Fuerteventura ist bekannt für starken Wind und tolle Wellen. Der Süden der Insel hat bei Ebbe ausgezeichnete Reef-Breaks, der Norden bietet etwas zugänglichere Bedingungen für Intermediate-Surfer.

Mundaka (Baskenland) – Die beste Linkswelle Europas

Mundaka ist eine Legende. Dieser Fluss-Mündungs-Break im Baskenland erzeugt eine perfekte, lange Linkswelle, die an guten Tagen über 400 Meter Rides ermöglicht. Mundaka gehört zur WSL Championship Tour und hat die besten Surfer der Welt begeistert. Allerdings bricht Mundaka nur bei bestimmten Bedingungen und ist für fortgeschrittene Surfer.

  • Beste Reisezeit: Oktober bis Februar
  • Level: Fortgeschrittene bis Profis

3. Frankreich – Hossegor und die Landes-Küste

Hossegor – Das Surfen-Herz Frankreichs

Hossegor in den Landes ist Europas bedeutendstes Surf-Mekka nach Portugal. Die breite, sandige Küste produziert mächtige, hohle Strandwellen, die zur World Surf League Tour gehören. Hossegor und die umliegenden Strände (Capbreton, Seignosse, Sausset-les-Bains) bieten Dutzende von Breaks für alle Levels.

  • Beste Reisezeit: September bis November
  • Level: Anfänger bis Profi

Biarritz – Die Surf-Wiege Frankreichs

Biarritz gilt als die Stadt, in der Surfen in Europa seinen Anfang nahm – in den 1950er-Jahren brachten amerikanische Filmstars den Sport hierher. Die Grande Plage und die Côte des Basques sind klassische, eher moderatere Spots – ideal für Anfänger und Longboarder.

  • Beste Reisezeit: Mai bis Oktober
  • Level: Anfänger bis Intermediate

4. Irland und Schottland – Rau, wild und atemberaubend schön

Bundoran (Irland) – Europas geheimer Surfschatz

Bundoran im Nordwesten Irlands gilt als die Surf-Hauptstadt Irlands und einer der besten Surfspots Europas. Der Peak-Break ist ein mächtiger Reef-Break für fortgeschrittene Surfer. Das Wetter ist rau, das Wasser kalt – aber die Wellen sind weltklasse und die Atmosphäre einzigartig.

  • Beste Reisezeit: September bis Februar
  • Level: Fortgeschrittene bis Profis (Anfänger-Spots in der Region vorhanden)

Thurso (Schottland) – Arktische Wellen, epische Landschaft

Thurso East in Schottland ist einer der besten Reef-Breaks in Europa. In der Hauptsaison (Herbst/Winter) erzeugt der North Sea Swell mächtige, perfekte Wellen. Es ist kalt, es ist einsam – aber für Abenteurer ein unvergessliches Erlebnis.

  • Beste Reisezeit: Oktober bis März
  • Level: Nur Fortgeschrittene und Profis

5. Deutschland – Surfen in Nord und Sylt

Westerland/Sylt – Deutschlands Surf-Hotspot

Ja, auch in Deutschland kann man echte Wellen surfen! Sylt, insbesondere Westerland an der Westseite, bekommt bei starken Westwinden ordentliche Nordsee-Wellen. Die Bedingungen sind anspruchsvoll (kalt, schnell veränderlich) und richten sich eher an Intermediates und Fortgeschrittene. Eine aktive Surf-Szene mit Schulen und Verleih ist vorhanden.

  • Beste Reisezeit: September bis November (beste Wellen)
  • Level: Intermediate bis Fortgeschrittene

Tipps für deine Surfspot-Wahl

  • Level realistisch einschätzen: Surfe nur an Spots, die deinem Können entsprechen.
  • Locals respektieren: Jeder Spot hat seine Stammgäste. Sei respektvoll, halte die Etikette ein.
  • Locals fragen: Die lokale Surf-Community ist meist hilfsbereit. Frag nach Spots, Bedingungen und Gefahren.
  • Surf-Forecast lesen: Apps wie Surfline, Magic Seaweed oder Windguru helfen bei der Vorhersage.
  • Saison beachten: Viele Top-Spots in Europa sind im Sommer überfüllt und haben kleinere Wellen – Herbst und Winter bieten oft die besten Bedingungen.

Fazit: Europa hat alles für Surfer

Ob Profi-Barrel in Peniche, sanfte Anfänger-Wellen in der Algarve oder epische Big Waves in Nazaré – Europa bietet für jeden Surfer das passende Reiseziel. Plane deinen nächsten Surf-Trip und entdecke, wie reich unser Kontinent an Surf-Spots ist!

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