Surfboard & Ausrüstung: Das richtige Equipment für jeden Surfer

Welches Surfboard passt zu dir? Longboard, Shortboard, Fish oder Funboard? In diesem umfassenden Ausrüstungs-Guide erfährst du alles über die verschiedenen Surfboard-Typen, Fins, Wax, Wetsuits und Sicherheitsausrüstung. Wir helfen dir, das richtige Equipment für dein Level und deinen Surf-Stil zu finden – damit du optimal ausgerüstet in die Wellen gehst!

Longboard Surfboard auf einer Welle – Surfboard-Typen und Ausrüstung im Überblick
Kevin Kossbiel
27.02.2026

Lesedauer: ca. 12 Minuten

Das Surfboard – Das wichtigste Stück Ausrüstung

Das Surfboard ist das Herzstück jedes Surfers. Die Wahl des richtigen Boards hat enormen Einfluss auf dein Lerntempo, deinen Spaß und deine Fortschritte im Wasser. Leider ist die Auswahl überwältigend: Es gibt Longboards, Shortboards, Funboards, Fish, Hybrids, Foamboards – und innerhalb jeder Kategorie noch dutzende Varianten. Dieser Guide hilft dir, den Überblick zu behalten und das für dich passende Board zu finden.

Surfboard-Typen im Überblick

Longboard (ab 9 Fuß)

Das Longboard ist der Klassiker des Surfens – die ursprüngliche Form des Wellenreitens. Longboards sind lang (9–12 Fuß), breit und haben viel Volumen, was sie sehr stabil und einsteigerfreundlich macht. Du kannst auf kleinen Wellen stehen, lange Wellen "cruisen" und sogar auf dem Board spazieren (das berühmte "Noseriding"). Longboards eignen sich hervorragend für:

  • Anfänger: Das große Volumen macht das Pop-up einfacher und das Board bleibt stabil.
  • Kleine, sanfte Wellen: Longboards funktionieren auch bei wenig Wellenenergie.
  • Entspannten Surfstil: Wer gemütlich und elegant surfen möchte, ist mit einem Longboard gut beraten.

Nachteil: Longboards sind schwer zu transportieren und nicht für schnelle, aggressive Manöver geeignet.

Funboard / Malibu (7–9 Fuß)

Das Funboard (auch Malibu oder Mid-Length genannt) ist die perfekte Mitte zwischen Longboard und Shortboard. Es bietet noch ausreichend Volumen für Einsteiger, ist aber agiler als ein Longboard. Viele Surfer, die vom Longboard kommen, wechseln als Zwischenstufe auf ein Funboard. Ideal für:

  • Fortgeschrittene Anfänger: Wer die Basics beherrscht und Manöver lernen möchte.
  • Vielseitige Wellen: Funktioniert gut in einer großen Bandbreite von Wellenbedingungen.
  • Surfurlaub: Das meistgenutzte Board beim Verleih, da es für die meisten Levels geeignet ist.

Shortboard (5–7 Fuß)

Das Shortboard ist das Board der Wettkampfsurfer und Performance-Enthusiasten. Klein, schmal, wenig Volumen – es ermöglicht explosive Manöver, schnelle Turns und das Reiten in steilen, mächtigen Wellen. Shortboards erfordern:

  • Fortgeschrittene Surfer: Du musst gut paddeln können und ein sicheres Pop-up haben.
  • Gute Wellen: Shortboards funktionieren schlecht in schwachen, kleinen Wellen.
  • Starke Paddelfähigkeit: Das geringe Volumen macht das Paddeln deutlich anstrengender.

Fish (kurzes, breites Board)

Ein Fish ist kürzer als ein Shortboard, aber breiter und mit mehr Volumen. Ursprünglich für kleinere Wellen entwickelt, ist der Fish heute eine beliebte Wahl für viele Bedingungen. Seine breite Form und die typischen Twin- oder Quad-Fins machen ihn locker und schnell. Der Fish ist ideal für:

  • Kleine bis mittelgroße Wellen: Besonders wenn das Wasser sanfter und weniger kraftvoll ist.
  • Fortgeschrittene Anfänger und Intermediates: Mehr Fun-Faktor als ein Shortboard.

Foamboard / Softboard (Anfänger-Board)

Foamboards (auch "Foamie" oder "Softboard") bestehen aus weichem Schaumstoff statt hartem Fiberglas. Sie sind sehr sicher (kein harter Aufprall), stabil und günstig. Perfekt für:

  • Absolute Anfänger: Das sicherste Board für erste Versuche.
  • Kinder: Weiche Materialien minimieren Verletzungsrisiken.
  • Surfschulen: Werden in fast allen Surf-Kursen verwendet.

Surfboard-Maße verstehen: Länge, Breite, Volumen

Neben dem Typ spielen die konkreten Maße eine wichtige Rolle:

  • Länge: Je länger das Board, desto stabiler und leichter zu paddeln – aber auch schwerer zu manövrieren. Als Faustregel gilt: Anfänger sollten mindestens so lange Boards haben wie ihre eigene Körpergröße plus 30–60 cm.
  • Breite: Breitere Boards sind stabiler. Schmalere Boards sind agiler.
  • Dicke: Mehr Dicke bedeutet mehr Volumen und besseren Auftrieb.
  • Volumen (in Liter): Das wichtigste Maß! Anfänger sollten mindestens 60–80% ihres Körpergewichts in Litern wählen. Ein 80-kg-Anfänger braucht also mindestens 50–65 Liter Volumen.

Fins – Die Flossen unter dem Board

Die Fins (Flossen) unter dem Board beeinflussen maßgeblich, wie das Board surft:

  • Single Fin: Ein großes Fin, typisch für Longboards. Stabiler, kontrollierter Surfstil.
  • Twin Fin: Zwei Fins – locker, schnell, wendig. Typisch für Fish-Boards.
  • Thruster (3 Fins): Das Standard-Setup für Shortboards. Gute Balance zwischen Kontrolle und Agilität.
  • Quad (4 Fins): Schnell und locker – beliebt im Barrel-Surfen und bei hohlen Wellen.
  • Futures vs. FCS: Die zwei gängigen Fin-Systeme. Fins können bei beiden ausgetauscht werden.

Wax – Für sicheren Stand auf dem Board

Wax (Surfwachs) wird auf das Deck des Boards aufgetragen, damit die Füße nicht abrutschen. Es gibt verschiedene Temperatursorten:

  • Tropical (26°C+): Sehr hartes Wachs für tropische Gewässer.
  • Warm (19–26°C): Für warme Urlaubsziele wie Portugal im Sommer.
  • Cool (15–19°C): Typisch für Nordeuropa im Sommer.
  • Cold (unter 15°C): Für das Surfen in Norddeutschland, Schottland oder Norwegen.

Als Basis empfiehlt sich eine Schicht Basecoat (hartes Wachs), darüber die temperaturgerechte Sorte.

Neoprenanzug (Wetsuit) – Wärme und Schutz

In den meisten europäischen Gewässern brauchst du einen Neoprenanzug. Die Dicke wird in Millimetern angegeben (z.B. 3/2 mm – 3 mm am Rumpf, 2 mm an den Armen):

  • 2 mm Shorty: Für sehr warmes Wasser (über 24°C), kurze Arme und Beine.
  • 3/2 mm Full Suit: Das Standard-Modell für europäische Sommer (Portugal, Spanien, Frankreich, Deutschland im Sommer).
  • 4/3 mm Full Suit: Für kältere Gewässer (Deutschland Frühjahr/Herbst, Schottland Sommer).
  • 5/4 mm oder 6/5/4 mm: Für sehr kalte Gewässer (Nordsee Winter, Norwegen, Island).

Dazu kommen Neopren-Handschuhe, -Socken und -Kapuzen für extreme Kälte.

Leash – Deine Verbindung zum Board

Die Leash (Leine) verbindet dein Board mit deinem hinteren Bein. Ohne Leash kann das Board zu einem gefährlichen Geschoss für andere Surfer und Badende werden. Wichtig beim Kauf:

  • Länge: Etwa so lang wie das Board selbst.
  • Dicke: Für große Wellen stärkere, dickere Leashes.
  • Befestigung: Am Knöchel (Standard) oder am Knie (bei Longboards).

Sicherheitsausrüstung

Mit zunehmend anspruchsvolleren Wellen gewinnen auch Schutzausrüstungen an Bedeutung:

  • Surfhelm: Für Reef-Breaks und flachem Wasser sehr empfehlenswert.
  • Impact Vest: Eine Schutzweste für stärkere Wellen und Reef-Surfen.
  • Ear Plugs: Schützen vor "Surfer's Ear", einer Verknöcherung im Gehörgang durch jahrelanges Kaltwasser-Surfen.

Fazit: Das richtige Board macht den Unterschied

Die Wahl des richtigen Surfboards ist entscheidend für deinen Fortschritt und deinen Spaß im Wasser. Als Faustregel gilt: Nimm mehr Volumen als du denkst zu brauchen – du wirst schneller Fortschritte machen. Wenn du unsicher bist, frag in einem guten Surfshop oder Verleih nach Beratung. Und vergiss nicht: Das beste Board ist das, mit dem du am meisten Spaß hast!

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